Das Büro der Zukunft: Begegnungsort und Multitalent

Wie möchten wir zukünftig arbeiten? Wie kann das Büro von morgen aussehen und unseren Ansprüchen gerecht werden? Der Ruf nach Flexibilität und nach multifunktionalen Räumen wird immer größer. Kreativität und das Potenzial der Menschen sollen sich entfalten können, sprichwörtlich „Raum“ bekommen. Das Büro der Zukunft oder anders gesagt, die „energetische Denkzentrale“ wird daher mit bestmöglichen Arbeitsbedingungen, modernen Formen der Zusammenarbeit und der Bereitstellung neuester Technologien punkten müssen. Sie schafft die Basis für agiles und vernetztes Arbeiten, in denen Ideen, Visionen und Think Tanks entstehen können. Und berücksichtigt selbstverständlich individuelle Bedürfnisse der Mitarbeiter. All das sind wirklich wichtige Aspekte für Spaß, Erfolg, Produktivität und Wertschöpfung. Eine positive Unternehmenskultur hat Raum, sich entwickeln zu können. Es heißt also: Ärmel hoch krempeln, und los geht’s ;-).

Noch schöner wird es mit einem modernen Arbeitsumfeld, in dem hübsch aussehendes Möbeldesign, augenfreundliches Licht und Farbakzente sowie professionell, eingedämmte Geräuschquellen wie Gespäche oder ewiges Telefonklingeln gesundes Arbeiten unterstützen. Und natürlich spricht hier die Person in mir, die mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Wohn- und Objekteinrichtungsbereich gesammelt hat und weiß, das Wohlfühlräume Flügel verleihen, es mehr dazu gehört als nur ein Schreibtisch und ein Stuhl. Die weiß, wie viele Kollegen und Kolleginnen mit speziellen Fähigkeiten und Kompetenzen dafür sorgen, kundenzentrierte Arbeitsraumkonzepte zu entwickeln.

Design Thinking

ORGATEC 2016 – Arbeit neu denken

Immer mehr Unternehmen erkennen die Relevanz der neuen Arbeitswelten und der damit einhergehenden Forderungen der Menschen nach Mit- und Selbstbestimmung. Unternehmen wandeln sich in kräftezehrenden und jahrelangen „Häutungs“-Prozessen oder auch digitalen Transformationen zu hoffentlich attraktiven Arbeitgebern. Und diese neue Rolle heißt es nunmehr in einer Regelmäßigkeit zu reflektieren. Ich möchte behaupten, dass im Zeitalter der Digitalisierung , der schnellen Entwicklungen Veränderungs- und Anpassungsprozesse in Unternehmen (egal ob klein oder groß) niemals enden werden. Hier punkten diejenigen, die eine möglichst agile und unkomplizierte Entscheidungsstruktur mitbringen und den Menschen mit auf die Reise nehmen.

Die Firma Microsoft zum Beispiel hat in diesem Jahr ihre neue Deutschland-Zentrale in München-Schwabing eröffnet, stellt mit dem Konzept „Work-Life-Flow“ (selbstbestimmte Gestaltung des Alltags) den Menschen in den Mittelpunkt und ermöglicht fließende Übergänge zwischen Arbeit und Privatem anstelle einer starren Struktur und alten Paradigmen. Lebens- und Arbeitsmodelle der Mitarbeiter lassen sich so optimal verbinden, Familie und Beruf besser in Einklang bringen. Es soll eine der modernsten Arbeitsumgebungen in Deutschland sein, wurde mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitsorganisation gemeinsam entwickelt und steht für eine vernetzte Arbeitswelt. Mit dem „Smart Workspace“ wurde das Bürokonzept für das Arbeiten 4.0 realisiert. Grenzen in Räumen und in Köpfen wurden aufgehoben, hier soll zukünftig Wissen geteilt und auf Augenhöhe gearbeitet werden.

Einrichtung ist Charaktersache
Zurück zur Raumgestaltung: Mittlerweile erinnert uns die Büroumgebung und das Interieur mit oft wohnlichem Charakter nicht selten an das eigene Zuhause! In offenen „Open-Space“ Arbeitswelten laden gemütliche Sitzlandschaften oder „In-between-Zonen“ dazu ein, spontan in Teams zusammen zu kommen. Agiles und projektbezogenes Arbeiten wird somit ermöglicht.

img_7189

Betahaus Berlin – AUGENHÖHEcamp

„Raum-in-Raum-Lösungen“ bieten zudem Rückzugsmöglichkeiten an, damit störungsfreies Arbeiten oder Regeneration für uns möglich sind. So wird der Arbeitsort zum Multitalent und schafft es, unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Oftmals braucht es nicht mal mehr einen festen Arbeitsplatz, denn dieser wird täglich von den Mitarbeitern neu gewählt.

Alles Zukunftsmusik?
Die Forderung nach neuen Arbeitsformen wird immer lauter in der Gesellschaft. Eine neue Arbeitskultur des Vertrauens ist im Vormarsch, bei der ergebnisorientiertes und selbstbestimmtes Arbeiten im Mittelpunkt stehen. Eine funktionale und atmosphärische Büro- und Arbeitslandschaft sollte dies unterstützen, einen Ort des guten Arbeitens schaffen und das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zeigen.

Freiluftbüro

Freiluftbüro

Die Möglichkeit des Arbeitens an anderen Orten wird zum „Nice-to-besser-Must-have“
Ob es das Arbeiten im Homeoffice, auf der Messe, im Café oder im Park ist: Entscheidend ist, Möglichkeiten und Machbarkeiten des flexiblen Arbeitens im Unternehmen zu prüfen und anzubieten. Denn ein Wettbewerbsfaktor wird sicherlich der sein, wie attraktiv sich der Arbeitgeber im Rahmen von Digitalisierung und Arbeiten 4.0 in Zukunft darstellt und wie das in der Organisation gelebt wird.

Warum ist das Arbeiten im Coworkingspace so interessant?
Hier bieten sich genau diese Möglichkeiten wie flexibles, digitales und selbstbestimmtes Arbeiten. Hier entsteht eine Community aus Start-Ups, Freelancern, digitalen Nomaden oder Unternehmensvertretern, die sich vernetzt, sich austauscht. Hier erschließen sich neue Potenziale. Im Coworkingspace wird „zusammen gearbeitet“, kreative Köpfe schmieden Ideen, arbeiten gemeinsam in Projekten zusammen. Ebenso stehen Rückzugsorte für konzentriertes oder alleiniges Arbeiten zur Verfügung. Vieles ist möglich! Willkommen im Zeitalter von Arbeiten 4.0. Nicht selten schnuppern mittlerweile auch traditionelle Unternehmen Coworking-Luft, um in dieser neuen Arbeitsatmosphäre Sicherheit zu bekommen, dazu zu lernen und um vielleicht ihre potenziellen Kandidaten fürs Unternehmen kennen zu lernen. 

FAZIT: Eine schöne Einrichtung, atmosphärische Farben, funktionale Arbeits-, Kommunikations- und Rückzugsorte sowie selbstbestimmtes, vertrauensvolles Arbeiten auf Augenhöhe machen den Arbeitsplatz in der Organisation zum „the best place to be“. Zeitgemäße Arbeitsplatzkonzepte bringen das Wissen des Einzelnen und das vorhandene Kollektivwissen für alle Beteiligten im Unternehmen zukünftig zusammen: Kommunikativ, digital, fokussiert, vernetzt. Mit einer positiven und gelebten Unternehmenskultur werden die Mitarbeiter zu Unternehmensbotschaftern, sind Teil des Wertebildes und einer starken Unternehmensmarke.