8 frische Tipps für Ihren Content

Wer rastet, der rostet. Das passiert auch manchmal mit unserem Content. Produkte und Dienstleistungen wollen in Szene gesetzt werden. Verkaufsunterstützender Content soll dabei helfen. Einer mit einem WOW-Effekt. Einer, der die Kunden und Leser nicht mit der „Kauf-Mich-Keule“ erschlägt sondern mit aus dem Leben gegriffenen Erfahrungen glücklich macht, Hilfestellung gibt. Einen, den die Suchmaschinen auch gut finden. Einen, der mit den richtigen Keywords auffindbar ist. Doch was ist, wenn uns einfach nichts einfallen will? Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Schließlich wollen auch „trockene“ Themen kommuniziert werden. Eine Frischzellen-Kur für’s Gehirn muss her. 

Machen Sie sich einmal kurz bewusst: CONTENT ist ansprechender, auf die Zielgruppe ausgerichteter Inhalt zur Bewerbung eines Produktes oder einer Dienstleistung, möglichst mit Aufforderung zur Handlung! Das kann ein Aufruf eines Artikels auf der Website, eines Kochrezeptes oder die Buchung eines Webinars, eine Navigation zu einer Servicestelle, Bestellung eines Newsletter, Download eines Whitepapers in Bezug auf Ihr Geschäft, Klick auf ein Video oder ein Anruf sein. UND – die „Story“ ist die Basis, dann geht es an die inhaltliche Arbeit.

Hier gibt es 8 frische Tipps, die die Zellen auf Vordermann bringen, Blockarden lösen und Möglichkeiten mit einbeziehen.

Vitamine für Ihren Content

Tipp 1:  Aller Anfang ist manchmal schwer. Schreiben Sie für Ihr Thema Stichpunkte auf. Alles, was Ihnen dazu einfällt. Setzen Sie das Thema z. B. mithilfe einer Mindmap in den Mittelpunkt, schaffen Sie rundherum Analogien und Bilder. Das können Lösungen sein, die das Produkt verspricht oder Produkterfahrungen, die Ihnen die Menschen über die Social Media- oder Bewertungskanäle bereits schon mitgeteilt haben. Beobachten Sie!

Tipp 2: Ändern Sie Ihre Haltung, Ihren Blickwinkel! Straffen Sie die Schultern, bringen Sie Schwung ins Sitzen. Schauen Sie einfach mal aus dem Fenster und beobachten das Geschehen draußen. Befragen Sie Freunde, Kollegen und Experten aus Vertrieb, Marketing, F+E, Service (benutzen Sie kurze Kommunikationswege wie z. B. Yammer dazu), die sich vielleicht besser mit dem Thema auskennen. Die nah an Kunden sind und wissen, was diese gerade bewegt, welche Hilfestellungen sie suchen. Vielleicht haben Sie Zugriff auf ein internes Wiki, aus dem Sie Antworten schöpfen können. Ganz wichtig: Stellen Sie sich auf die Leserseite. Schauen Sie durch die Kundenbrille: Was würden Sie wissen wollen, wären Sie der Kunde?

Tipp 3: Arbeiten Sie mit Post its. Vielleicht helfen Ihnen Farben, dann arbeiten Sie mit Markern. Kreieren Sie ein Bild zum Thema/zur Geschichte. Ja, malen Sie es doch einfach mal auf! Dabei müssen sie sich jetzt nicht als den nächsten Picasso beweisen! Jeder Mensch kommt anders zur Lösung. Es geht darum, andere Dinge auszuprobieren, (Schreib)Blockarden zu lösen. Das Thema aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Tipp 4: Schreiben Sie in erster Linie „Erfahrungen“ auf. In zweiter Linie können Sie daraus eine „Geschichte“ machen. Der Leser möchte über Erfahrungen lesen, die ihm seine Fragen beantworten. Sie müssen jetzt nicht zum Märchenerzähler werden! Trotzdem sind Inhalte, die auch Emotionen, Reaktionen beim Leser auslösen erfolgreicher und führen häufiger zu einer Handlung. Die Herausforderung besteht doch darin, den Leser in diesem besonderen Micromoment einzufangen, in dem er z. B. zum Smartphone greift und nach einer Antwort für sein Probelm sucht, weil seine Waschmaschine gerade den Geist aufgegeben hat. Also muss der Content zur richtigen Zeit, mit der richtigen Aussage, am richtigen Gerät zu finden sein. Google sagt dazu: „Allein in den letzten drei Jahren ist die Multi-Screen-Mediennutzung um 500 % angestiegen. 90 % der Internetnutzer wechseln dabei innerhalb einer bestimmten Aufgabe das genutzte Gerät, sei es beim Einkaufen, bei der Planung einer Reise oder einfach nur beim Browsen von Online-Content. Grundsätzlich bedeuten mehr Geräte mehr online verbrachte Zeit.“ Und: „…er (der Nutzer) erlebt online zunehmend auch Momente, die von Absicht und Begeisterung geprägt sind. Momente, in denen er nach Informationen sucht, Neues entdecken möchte und bereit ist, Entscheidungen zu treffen. Für uns sind das die „Momente der Entscheidung“. 

Tipp 5: Schreiben Sie darüber, wie das Unternehmen mit bestimmten Herausforderungen z. B. bei der Produktentwicklung umgeht. Lassen Sie die Leser hinter die Kulissen gucken, die Menschen kennenlernen, die in dem Unternehmen arbeiten. Wie engagiert sich das Unternehmen z. B. für bestimmte gesellschaftliche Themen? Gibt es ein Engagement, was in erster Linie gar nichts mit dem Produkt zu tun hat? Einer Auszeichnung für eine bestimmte unternehmerische Leistung (Auszeichnung zum „Arbeitgeber des Jahres“ etc.) oder vielleicht eine gerade veröffentlichte Studie zu einem wichtigen Thema?

Tipp 6: Lassen Sie Kollegen, Geschäftsführer, Kunden zu Wort kommen. Führen Sie Interviews mit intelligenten und scharfsinnigen Fragen dazu, nutzen Sie auf Messen z. B. die Livefunktion bei Facebook. Probieren Sie Neues aus!

Tipp 7: Stehlen ist ganz klar verboten! Sie müssen das Rad aber auch nicht immer neu erfinden. Wer sagt Ihnen denn, Content nicht auch auf den Seiten Ihrer Mitbewerber verfolgen zu dürfen ;-)? Beobachten Sie, worüber in Ihrer Branche gesprochen wird. Welches Thema scheint gerade besonders en vogue zu sein. Beziehen Sie zu Vorhandenen Stellung, teilen Sie Ihre Meinung dazu mit, zeigen Sie Lösungen auf, wie die Dinge aus Ihrer Sicht besser laufen können. Schaffen Sie Interaktionen. Verbinden Sie sich mit Influencern, Bloggern. Nutzen Sie Multiplikatoren für IHRE Botschaft.

Tipp 8: Versuchen Sie es doch einmal mit einem Contentplan. Dieser sorgt für Kommunikation, Struktur, definiert Termine und Verantwortlichkeiten, teilt Ressourcen ein und zeigt Machbarkeiten auf. Hilft Ihnen beim Vorausplanen, zeigt die Themenvielfalt und die Verteilung in die unterschiedlichen Social Media Kanälen auf, lässt Maßnahmen auswerten, schafft Transparenz und erzeugt erneut Ideen. HIER gibt es einen schönen Contentplan gratis zum Downloaden. Eine weitere Idee, die ich anfangs besonders schön finde, ist: Eine große beschreibbare Wand (Whiteboardwand), die Sie mit anderen gemeinsam beschriften können.

Zum Abschluss sei noch eins gesagt: Google mag qualitativ hochwertige Inhalte. Trotzdem mögen diese vor allem Ihre Kunden und Leserschaft. Für sie sollten Erfahrungen und gute Geschichten in erster Linie geschrieben werden – nachvollziehbar und authentisch. Das Nutzererlebnis (User Experience) steht dabei klar im Vordergrund. Also alle Aspekte der Erfahrung aufgrund der Interaktion mit dem Inhalt. Und letztendlich hilft es Ihnen dabei, eine echte und nachhaltige Kunden- und Leserbeziehung aufzubauen.
Blickwinkel ändern

Viel Spaß beim Kreieren neuer Ideen und Inhalte! Und wenn’s mal klemmt, dann werfen Sie einen Blick aus dem Fenster oder arbeiten unter einem schönen Baum im Park ;-).